{"id":2043,"date":"2017-06-14T10:49:09","date_gmt":"2017-06-14T08:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/?page_id=2043\/"},"modified":"2020-06-12T13:55:26","modified_gmt":"2020-06-12T11:55:26","slug":"alle-fragen-aufgelistet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/alle-fragen-aufgelistet\/","title":{"rendered":"FRAGEN ZU PASTEURISIERUNG"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"divider\"><\/div><div class=\"two-columns-one\">\n<span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist der Unterschied zwischen Rohmilch und pasteurisierter Milch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Rohmilch wird nicht w\u00e4rmer als 37-38 Grad Celsius, also K\u00f6rpertemperatur. Pasteurisierte Milch hingegen wird auf 72 bis 80 Grad erhitzt. Dadurch ver\u00e4ndert sich Einiges, besonders hinsichtlich der Struktur der Eiwei\u00dfe und der bakteriellen Zusammensetzung der Milch. Weiteres h\u00e4ngt von Temperatur und Dauer der Pasteurisierung ab. Grob gesagt: je l\u00e4nger und st\u00e4rker die Milch im Bereich zwischen 40 und 80 Grad erhitzt wird, desto mehr Ver\u00e4nderungen finden statt. Bakterien und m\u00f6gliche Krankheitskeime werden abget\u00f6tet, Enzymsysteme lahmgelegt und Proteine nach und nach denaturiert. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen neue, unerw\u00fcnschte molekulare Strukturen entstehen, welche eine spezifische Immunantwort ausl\u00f6sen, die wir als Milchallergie erleben. Die im Milcheiwei\u00df enthaltenen Molkenproteine sind sehr hitzeempfindlich, d.h. ihre dreidimensionale Struktur ver\u00e4ndert sich durch die Erhitzung sehr.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ver\u00e4ndert sich durch Pasteurisierung?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Im Zuge der Pasteurisierung werden Bakterien abget\u00f6tet, verschiedene Eiwei\u00dfe und Peptide denaturiert sowie Enzyme unwirksam gemacht. Was konkret passiert, h\u00e4ngt von der Kombination aus Temperatur und Dauer der Erhitzung ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was bedeutet Denaturierung von Eiwei\u00df und wann passiert die?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Viele Eiwei\u00dfe haben eine komplexe dreidimensionale Struktur. Durch Erw\u00e4rmung nehmen empfindliche Eiwei\u00dfe eine eher lineare Struktur an, sie brechen sozusagen auf. Die Innenseite dreht sich dadurch nach au\u00dfen und es k\u00f6nnen neue Epitope entstehen, die wiederum allergische Reaktionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Seit wann und wieso wird Milch eigentlich pasteurisiert?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte die Milch in der Regel ungek\u00fchlt und oft in hygienisch bedenklichem Zustand in die St\u00e4dte. Sie wurde schnell schlecht und war Brutst\u00e4tte f\u00fcr Krankheitskeime aller Art. In erster Linie wollte man durch die Pasteurisierung also die Haltbarkeit verl\u00e4ngern. Ferner erhoffte man sich durch die Erhitzung der Milch und Abt\u00f6tung s\u00e4mtlicher Keime eine Eind\u00e4mmung der Tuberkulose, einer bakteriellen Infektionskrankheit, die damals weit verbreitet war. Auch f\u00fcr Industrie und Handel war die Pasteurisierung interessant, denn nun lie\u00df sich Milch \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume und gr\u00f6\u00dfere Distanzen verkaufen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist der Unterschied zwischen klassisch pasteurisierter und &#8222;l\u00e4nger haltbarer&#8220; Milch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Bei klassischer Pasteurisierung wird die Milch auf 72 bis 80 Grad Celsius erhitzt. Milch, die als &#8222;l\u00e4nger haltbar&#8220; oder &#8222;ESL&#8220; (von Englisch: extended shelf life) gekennzeichnet ist, wird zus\u00e4tzlich durch Ultrafiltration der Magermilchfraktionen entkeimt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was bedeutet Homogenisierung?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Bei der Homogenisierung wird das Milchfett unter hohem Druck durch kleine Mikroporen gepresst. Dadurch werden die Fettk\u00fcgelchen, aus denen das Milchfett besteht, zerkleinert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Warum rahmt homogenisierte Milch nicht auf?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Milchfett besteht aus kleinen Tr\u00f6pfchen. Diese k\u00f6nnen sich miteinander verbinden, so dass sich das Fett an der Milchoberfl\u00e4che sammelt. Nachdem die Tr\u00f6pfchen bei der Homogenisierung zerkleinert wurden, kann das Fett nicht mehr gerinnen und &#8217;schwebt&#8216; dann gleichsam durch die gesamte Milch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was unterscheidet Rohmilchk\u00e4se von pasteurisiertem K\u00e4se?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Durch Pasteurisierung verliert die Milch Enzyme und Bakterien, die die Reifung des K\u00e4ses beeinflussen. K\u00e4se aus pasteurisierter Milch hat einen &#8218;flacheren&#8216;, einfacheren und konstanteren Geschmack, da die Reifung haupts\u00e4chlich durch zugesetzte Starterkulturen von Bakterien erfolgt. Hofk\u00e4se aus Rohmilch kann dagegen einen sehr eigenen, ausgepr\u00e4gten Geschmack entwickeln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"samenstelling\"><\/a>FRAGEN \u00dcBER BESCHAFFENHEIT VON MILCH<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Warum trinken wir eigentlich Milch von Wiederk\u00e4uern?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Milch kommt \u00fcberwiegend von Rindern, Ziegen, Schafen, Yaks und Kamelen; das alles sind Wiederk\u00e4uer. Seit fast zehntausend Jahren z\u00fcchten und z\u00e4hmen Menschen wiederk\u00e4uende Tiere. Deren Nahrung (Gras, Heu, Laub) steht nicht in Konkurrenz zu der des Menschen. Anders als wir sind Wiederk\u00e4uer jedoch in der Lage, Futter mit hohem Rohfaseranteil zu verdauen. L\u00e4sst man Wiederk\u00e4uer also auf Fl\u00e4chen weiden, auf denen sich sonst nichts anbauen l\u00e4sst, produzieren sie gut verdauliches Eiwei\u00df (Milch, Fleisch). Im Bio-Landbau fressen sie unter anderem Leguminosen (Kleegras, Luzerne). Diese werden auch als Gr\u00fcnd\u00fcnger ben\u00f6tigt, um den in der Luft enthaltenen Stickstoff auf nat\u00fcrliche Weise im Boden zu binden und dadurch die Bodenfruchtbarkeit zu erh\u00f6hen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist, wenn Milch mir Verdauungsprobleme bereitet?<\/span><\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, &#8217;s\u00fc\u00dfe&#8216; Milch zu verdauen, ist genetisch bedingt, h\u00e4ngt vom Alter ab und hat wahrscheinlich auch mit der Herkunft der Milch zu tun \u2013 weniger mit der Art der Erhitzung. Im Allgemeinen sind ges\u00e4uerte Milch (Joghurt, Kefir, Quark) und Milchprodukte (Gouda, Brie) leichter verdaulich, da sie &#8218;fermentiert&#8216; sind. Das hei\u00dft, ihr Milchzucker (Laktose) ist ganz oder teilweise in Milchs\u00e4ure umgewandelt.<\/p>\n<p>Mit zunehmendem Alter bekommen manche Menschen Probleme, Milchzucker zu verdauen; Sauermilchprodukte sind f\u00fcr sie dann bek\u00f6mmlicher. Dieses Ph\u00e4nomen nennt man Laktoseintoleranz (Unvertr\u00e4glichkeit von Milchzucker). Die Anpassung westlicher Menschen an &#8217;s\u00fc\u00dfe&#8216; Milch hei\u00dft dagegen Laktase-Persistenz und beschreibt die fortw\u00e4hrende Aktivit\u00e4t des Laktase-Enzyms nach dem \u00dcbergang von Mutter- zu Kuhmilch<span style=\"color: #182e6a;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist ein Wiederk\u00e4uer?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Wiederk\u00e4uer sind S\u00e4ugetiere \u2013 genau wie wir Menschen. Sie haben jedoch ein besonderes Magensystem, die so genannten Vorm\u00e4gen: Pansen, Bl\u00e4ttermagen, Labmagen und Netzmagen. S\u00e4ugetiere wie Schweine oder Menschen haben dagegen, ebenso wie H\u00fchner, nur einen einzigen &#8218;richtigen&#8216; Magen. Eine weidende Kuh schluckt das Gras schnell herunter. Es landet zun\u00e4chst im gro\u00dfen Pansen, der ca. 40-60 Liter Futter aufnehmen kann. Anschlie\u00dfend beginnt die Kuh, ganz in Ruhe (meist liegend) wiederzuk\u00e4uen. Dabei wird jeweils ein kleiner Ballen von durchweichtem Gras aus dem Pansen wieder nach oben bef\u00f6rdert und erneut durchgekaut. Nach 50-60 Mal Kauen wird das Gras erneut geschluckt. Auf diese Weise wird das Futter schrittweise, d.h. in mehreren Phasen zerkleinert, durchmischt und f\u00fcr Bakterien erschlie\u00dfbar. Die Vorm\u00e4gen von Wiederk\u00e4uern dienen somit als eine Art Reaktor oder Kompost, in dem die Rohfasern durch Bakterien gespalten und in Eiwei\u00df umgewandelt werden. Dieses Bakterieneiwei\u00df wird schlie\u00dflich in Magen und Darm verdaut \u2013 genau wie auch wir mit nur einen Magen Eiwei\u00df verdauen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Wie viel Milch produziert eine Kuh und wie hat sich das im Lauf des letzten Jahrhunderts entwickelt?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Produktion einzelner Rinder und Betriebe hat sich schon immer vom Durchschnitt unterschieden. Holstein-Rinder stammen haupts\u00e4chlich von einigen nordholl\u00e4ndischen St\u00e4llen ab. Sie kamen 1860 in die USA und gaben dort schon 14.000 Liter Milch pro Jahr. In den Niederlanden lag die Produktion damals bei weniger als der H\u00e4lfte. Um 1900 gab eine Kuh im Schnitt ca. 2.000 Kilo Milch pro Jahr, heute vier bis f\u00fcnf Mal so viel. Einzelne Tiere k\u00f6nnen sogar noch viel mehr Milch geben.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Wie hat sich dadurch die Milchqualit\u00e4t ver\u00e4ndert?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Durch gezielte Zucht hat Kuhmilch heute einen viel h\u00f6heren Fett- und Eiwei\u00dfgehalt . Die moderne Zucht geht allerdings auch mit \u00c4nderungen der F\u00fctterung einher. Um viel Milch zu produzieren, braucht die Kuh reichlich Energie, die sie in leicht verdaulicher Form, d.h. durch Silomais, Kraftfutter und Getreide aufnehmen muss. Solche Futtermittel wirken sich jedoch nachteilig auf das Fetts\u00e4ureprofil der Milch aus. Au\u00dferdem f\u00fchren sie zu Pansen\u00fcbers\u00e4uerung und Labmagenverlagerung. Eine Entscheidung f\u00fcr alternative Rinderrassen, die noch ausschlie\u00dflich von Gras und Heu leben k\u00f6nnen, kommt der Qualit\u00e4t des Milchfetts zugute.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Wodurch unterscheidet sich die Milch verschiedener Tierarten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Je nach Lebensraum und Verhalten besteht die Milch von S\u00e4ugetieren aus sehr unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Die Zusammensetzung der Eiwei\u00dfe in der Milch verschiedener Wiederk\u00e4uer, wie auch in der unterschiedlicher Rinder, ist haupts\u00e4chlich genetisch bedingt und h\u00e4ngt somit von der jeweiligen Rasse ab.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was sind die wichtigsten Bestandteile von Kuhmilch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Kuhmilch besteht gr\u00f6\u00dftenteils aus Wasser. Au\u00dferdem enth\u00e4lt sie ca. 4,5% Fett, 3,5% Eiwei\u00df und 4% Laktose. Jersey-Rinder sind aufgrund ihres deutlich h\u00f6heren Milchfettgehalts sehr verbreitet. Im Vergleich zu anderen S\u00e4ugetieren sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Rinderrassen jedoch gering.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Was ist Weidemilch und was ist daran so wichtig?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Wenn die Tiere ausschlie\u00dflich Weidegras fressen, wirkt sich das sehr positiv auf die Zusammensetzung der Fetts\u00e4uren aus. Als besonders gesundheitsf\u00f6rdernd gilt das Fetts\u00e4ureprofil, das sich durch Weidung auf jungem, noch wachsendem Gras entwickelt. K\u00e4se aus Fr\u00fchjahrsmilch und Butter aus Weidegras haben einen niedrigen Schmelzpunkt (weich, zart) und eine gelbe Farbe (Beta-Karotin). An diesen Merkmalen kann man erkennen, dass die Kuh ihre Milch haupts\u00e4chlich auf der Grundlage von Gras produziert hat.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was sind Omega-3 (n-3) Fetts\u00e4uren und gibt es die auch in Milch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">N-3 Fetts\u00e4uren bestehen aus langen Kohlestoffketten (mindestens 18 C) und drei oder mehr Doppelbindungen im Molek\u00fcl. Die Bezeichnung N-3 bezieht sich auf die Stelle, nicht die Anzahl der Doppelbindungen; man spricht dementsprechend von n-3, n-6 oder n-9 Fetts\u00e4uren. In Pflanzen findet man haupts\u00e4chlich die f\u00fcr Menschen und Tiere lebenswichtige Alpha-Linolens\u00e4ure (ALA) oder auch C18:3n-3. N-3 Fetts\u00e4uren werden f\u00fcr die Entwicklung des Gehirns, f\u00fcr kognitive Funktionen und f\u00fcr das Sehen ben\u00f6tigt. Im Gehirn werden diese unges\u00e4ttigten, langkettigen Fetts\u00e4uren konzentriert; das gilt f\u00fcr n-3 wie f\u00fcr n-6 Fetts\u00e4uren. F\u00fcr Milch aus \u00f6kologischer Landwirtschaft und aus Bergregionen ist der erh\u00f6hte n-3 Gehalt charakteristisch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist CLA und findet man die auch in Milch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Konjugierte Linols\u00e4uren (&#8218;conjugated linoleic acids&#8216;, CLA) sind C18-Fetts\u00e4uren mit zwei Doppelbindungen. Der Zusatz &#8218;konjugiert&#8216; bedeutet, dass sich jeweils nur ein weiteres C-Atom zwischen den beiden Doppelbindungen befindet. Hierbei gibt es zwei Drehrichtungen: die cis- (c) und die trans- (t) Position. CLAc9t11 ist somit eine typische CLA, die Wiederk\u00e4uer im Pansen bilden, wenn sie viel Gras fressen. An dieser und anderen CLA-Markern kann man unterschiedliche F\u00fctterungsstrategien erkennen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Was sind fettl\u00f6sliche Vitamine und warum sind die wichtig?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Fettl\u00f6slich sind unter anderem die Vitamine A, D, E und K2. Sie spielen eine bedeutende Rolle f\u00fcr den Stoffwechsel, das Wachstum und andere physiologische Vorg\u00e4nge.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Was ist Heumilch und was sollte man dar\u00fcber wissen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">In verschiedenen Bergregionen wurde fr\u00fcher \u00fcbersch\u00fcssige Sommermilch zu Hartk\u00e4se verarbeitet, um sie f\u00fcr den Winter haltbar zu machen. Um Verluste zu vermeiden, durfte man daf\u00fcr ausschlie\u00dflich Milch von mit Heu gef\u00fctterten K\u00fchen verwenden. Diese Milch war in der Regel frei von Clostridien; das sind Bakterien, die in reifem K\u00e4se sch\u00e4dliche Gase bilden. W\u00e4hrend Heu fr\u00fcher im Freien getrocknet wurde, stellt man Qualit\u00e4tsheu heute durch k\u00fcnstliche Unterdachtrocknung her. Solches Heu ist gr\u00fcn, hat einen hohen Futterwert und ist daher als Futter f\u00fcr Milchk\u00fche sehr geeignet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Wie wird zwischen Bio- und konventioneller Milch unterschieden?<\/span><\/p>\n<p>Der Unterschied bestimmt sich durch die Menge an Produktion pro Kuh, den Einsatz von Kraftfutter und die Frage, ob die K\u00fche geweidet werden oder nicht. In den meisten konventionellen Betrieben Europas stehen die K\u00fche durchgehend im Stall und erhalten dort intensive F\u00fctterung. Je nach Gebiet oder Region gibt es da Abweichungen, die Tendenz bleibt jedoch klar. Die Best\u00e4nde sind inzwischen so gro\u00df, dass Weidung f\u00fcr die meisten Betriebe keinen Sinn mehr ergibt. Im Bio-Landbau werden die K\u00fche hingegen meist geweidet oder bekommen im Stall frisches Gras. Der Unterschied zeigt sich sehr deutlich im Fetts\u00e4ureprofil der Milch.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Warum enthalten Sportgetr\u00e4nke so viel Molke?<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\">Molkenproteine haben ein leicht verdauliches Aminos\u00e4ureprofil mit sehr hohem N\u00e4hrmittelgehalt. Sportler k\u00f6nnen dadurch Muskelmasse aufbauen; das macht die Sache f\u00fcr sie interessant.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"antibiotica\"><\/a>FRAGEN ZU MILCH UND ANTIBIOTIKA<\/span><\/h1>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<div class=\"white-box\">Werden K\u00fche mit Antibiotika behandelt und k\u00f6nnen sich dadurch Resistenzen bilden?<\/p>\n<p>Der Einsatz von Antibiotika ist in der modernen, konventionellen Landwirtschaft weit verbreitet. Durch einen exzessiven Einsatz von Antibiotika k\u00f6nnen sich zum Beispiel multiresistente Keime der Art Staphylococcus aureus (MRSA) bilden. Bakterien k\u00f6nnen untereinander sehr leicht Resistenzgene austauschen. Gerade die sehr verbreiteten Enterokokken bilden, ebenso wie Staphylococcus aureus, leicht Resistenzen gegen unterschiedlichste Arten von Antibiotika. Derzeit gibt es so gut wie keine K\u00fche mehr, die nicht mindestens ein Mal im Leben mit Antibiotika behandelt wurden. Speziell am Ende der Laktationszeit werden alle vier Euterviertel mit Antibiotika trocken gestellt, um Entz\u00fcndungen zu verhindern. Auch K\u00fche in Biohaltung werden oftmals mit Antibiotika behandelt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Kann man K\u00fche auch anders als mit Antibiotika behandeln?<\/span><\/p>\n<p>Um ohne Antibiotika auszukommen, muss der Halter im Umgang mit seinen K\u00fchen \u00e4u\u00dferste Sorgfalt walten lassen. Dabei geht es nicht allein um Ersatztherapie, sondern um ein v\u00f6llig anderes Management in Bezug auf Zucht, F\u00fctterung, Melktechnik und Hygiene, sowie vor allem um ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse der Tiere. Erzeuger, die ohne Antibiotika arbeiten wollen, halten meist andere, robustere Kuhrassen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\">Gibt es Milch von Betrieben, die ohne Antibiotika arbeiten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">In den USA gibt es ein entsprechendes Siegel f\u00fcr Betriebe im &#8222;National Organic Program&#8220;. Auch in Europa kommen einige Halter ohne Antibiotika aus \u2013 allerdings muss man die mit der Lupe suchen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"risico-rauwe-melk\"><\/a>FRAGEN ZU DEN RISIKEN VON ROHMILCH<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Sind Verbraucher vor &#8217;nicht vertrauensw\u00fcrdigen&#8216;, Lebensmitteln gesch\u00fctzt?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Grunds\u00e4tzlich ist jeder Erzeuger f\u00fcr die Sicherheit seines Produkts verantwortlich. Dazu gibt es eine Lebensmittelhygieneverordnung. In Europa darf Rohmilch generell nur aus dem eigenen Tank des Produzenten angeboten werden. Darauf muss klar erkennbar der Hinweis stehen: &#8222;K\u00fchl aufbewahren und vor Gebrauch auf 80 Grad Celsius erhitzen.&#8220; In Deutschland d\u00fcrfen Erzeuger Vorzugsmilch anbieten, in Italien und Slowenien darf Rohmilch aus Automaten verkauft werden, und in einigen Staaten der USA kommt so genannte Grade-A-Milch in den Handel. Mit der jeweiligen Gesetzgebung und der damit verbundenen Kontrolle versucht man, die Risiken des Rohmilchverzehrs so gering wie m\u00f6glich zu halten. Allerdings gibt es kein Leben ohne Risiko \u2013 auch nicht mit pasteurisierter Milch.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Mein Arzt hat mir von Rohmilch und Rohmilchk\u00e4se abgeraten. Was ist denn daran gef\u00e4hrlich?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Von Rohmilchprodukten wird grunds\u00e4tzlich all jenen abgeraten, deren Immunsystem geschw\u00e4cht oder noch nicht vollst\u00e4ndig entwickelt ist. Dies betrifft vor allem Kleinkinder, \u00e4ltere Menschen und schwangere Frauen. Bei Schwangeren geht es um Risiken f\u00fcr das ungeborene Kind. Das Dilemma ist allerdings, dass genau diese Gruppen besonders von Rohmilch profitieren k\u00f6nnten. Ein Ausweg liegt darin, sich zu vergewissern, dass der Produzent seine Milch regelm\u00e4\u00dfig und engmaschig auf die Unterschreitung des zul\u00e4ssigen Zell- und Keimgehalts testet. Wichtig f\u00fcr den unbedenklichen menschlichen Verzehr ist hierbei neben der Kontrolle von Hygienefaktoren der Ausschluss sogenannter Zoonosen, also vom Tier auf den Mensch \u00fcbertragbarer Erreger.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Meine Oma ist an Tuberkulose gestorben. Welches Risiko haben wir heute, daran zu erkranken?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">In den 1930er Jahren war der Kampf gegen mit Tuberkelbakterien infizierte Milch ein wichtiger Grund, Pasteurisierung durchzusetzen. In Deutschland entstand daraufhin das so genannte Vorzugsmilchgesetz, das daf\u00fcr sorgte, dass nur noch kontrollierte, TBC-freie Rohmilch auf den Markt kam. Vorzugsmilch wird auch als &#8218;Kindermilch&#8216; oder &#8218;Heilmilch&#8216; bezeichnet. In vielen anderen L\u00e4ndern wurde Rohmilch damals ebenfalls auf TBC kontrolliert. Man ging davon aus, dass nach Ende der Tuberkulosewelle wieder mehr Rohmilch auf den Markt kommen w\u00fcrde. Die Vorteile der Pasteurisierung waren jedoch so gro\u00df, dass Rohmilch seither in den meisten L\u00e4ndern nicht mehr ausgeliefert wird, sondern nur noch direkt ab Hof erh\u00e4ltlich ist. In den letzten Jahren kamen aus S\u00fcddeutschland wieder vereinzelt TBC-Meldungen; die verbreiteten Infektionen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg gibt es jedoch nicht mehr. Dies liegt wahrscheinlich an der insgesamt besseren Hygiene in den Betrieben und in den Haushalten der Verbraucher.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Welche Krankheiten k\u00f6nnen durch Rohmilch \u00fcbertragen werden? Welche Risiken gehe ich ein, wenn ich Rohmilch trinke?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Von offizieller Seite wird prim\u00e4r vor bakteriellen Zoonosen gewarnt, besonders vor Listerien, Campylobacter und EHEC. In der niederl\u00e4ndischen Provinz Brabant sind vor einigen Jahren viele Menschen durch Coxiella-Bakterien (Q-Fieber) gestorben oder sehr krank geworden, die \u00fcber Ziegenst\u00e4lle (durch die Luft) verbreitet worden waren. Hier handelte es sich um eine relativ neue Variante der Erreger. Es gibt eine lange Liste potenziell \u00fcbertragbarer Krankheiten, allerdings kommen viele Keime in Europa gar nicht oder nur sporadisch vor. Begrenzen l\u00e4sst sich das von Rohmilch ausgehende Risiko dadurch, dass die Betriebe auf t\u00e4gliche Hygiene (Keimzahl, Enterokokken) und die wichtigsten bakteriellen Zoonosen kontrolliert werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was bedeuten EHEC, STEC und VTEC?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">All diese K\u00fcrzel sind Varianten der selben Sache: Das Darmbakterium &#8222;Enteroh\u00e4morrhagische Escherichia coli&#8220;, kurz EHEC, ist eine Zoonose. Es ist auch unter andere Namen bekannt: STEC steht f\u00fcr &#8222;Shiga-Toxin bildende E. coli&#8220; und VTEC f\u00fcr &#8222;Vero-Toxin bildende E. coli&#8220;. Dabei handelt es sich um so genannte Serotypen (O-Typen; H-Typen), die sich genetisch und physiologisch voneinander unterscheiden. EHEC tauchte in den 1980ern auf und wurde zun\u00e4chst als &#8222;Hamburger-Disease&#8220; bekannt; das Darmbakterium \u00fcberlebte in nicht ausreichend durchgartem Rindfleisch. Die sp\u00e4tere Variante O157:H7 erwies sich als sehr aggressiv. Bei Kindern kann dieses Bakterium zu Nierenversagen (h\u00e4molytisch-ur\u00e4misches Syndrom, HUS) f\u00fchren. Im Juli 2011 erkrankten oder starben noch einmal viele Menschen an einer neuen Variante, dem STEC-Serotyp O104:H4. Diese hatte allerdings nichts mit Milch zu tun, sondern wahrscheinlich mit der Kontamination von Keimlingen und Sprossen.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was sind Zoonosen bzw. zoonotisch \u00fcbertragbare Krankheiten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Zoonosen sind Krankheiten, die durch Kontakt mit infizierten Tieren oder tierischen Produkten \u00fcbertragen werden. Die FAO hat eine lange Liste mit allen m\u00f6glichen Bakterien erstellt, die in Kuhmilch vorkommen k\u00f6nnen. Die Betonung liegt hier auf &#8222;k\u00f6nnen&#8220;, denn die meisten dieser Bakterien treten in westlichen L\u00e4ndern entweder gar nicht, nur vereinzelt oder sporadisch auf. Die Hygienestandards sind hier sehr hoch und es gibt entsprechende K\u00fchltechniken. Zur Ausrottung einiger wichtiger Bakterien wurden so genannte Tilgungsprogramme aufgelegt, die bei infizierten Betrieben den Verlust des gesamten Bestands nach sich ziehen. Die stark verbesserten Hygienebedingungen und die aus bakteriologischer Sicht sehr gute Wasserqualit\u00e4t sind hauptverantwortlich daf\u00fcr, dass Infektionskrankheiten in Europa einged\u00e4mmt werden konnten.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Geht von jeder Bakterie, die man findet, Gefahr aus?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Es ist ein Denkfehler zu glauben, dass der Fund irgendwelcher Bakterien direkt mit der Gefahr einhergeht, zu erkranken. Ob man tats\u00e4chlich krank wird, h\u00e4ngt davon ab, ob es sich um aggressive Bakterien handelt, in welcher Menge bzw. Konzentration diese auftreten und wie das Immunsystem der jeweiligen Person aufgestellt ist (Sensibilit\u00e4t). Es gibt inzwischen derma\u00dfen viele Methoden, um Keime zu identifizieren, dass nahezu alle potenziell gef\u00e4hrlichen Bakterien, bspw. im Milchfilter eines Betriebs, entdeckt werden k\u00f6nnen. In Rohmilch k\u00f6nnen sich viele Keime jedoch gar nicht entwickeln. Zudem hat Rohmilch besondere Eigenschaften, durch die Bakterien abget\u00f6tet werden bzw. deren Wachstum gebremst wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Wie kann man die reellen Risiken richtig einsch\u00e4tzen?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">F\u00fcr eine sachliche Risikobewertung ist es ratsam, ein einzelnes Risiko im Vergleich und Verh\u00e4ltnis zu anderen Lebensmitteln zu betrachten. Dabei zeigt sich, dass Rohmilchverzehr tats\u00e4chlich sehr geringe Risiken mit sich bringt. Viel mehr Krankheiten werden zum Beispiel aufgrund von infiziertem H\u00fchnerfleisch gemeldet. Auch rohe Eier, roher Fisch und rohes Fleisch gelten als Lebensmittel, bei deren Erzeugung, Transport und Weiterarbeitung eine Einhaltung der K\u00fchlkette und h\u00f6chste Anspr\u00fcche an die Hygiene wichtig sind. Und noch etwas wird dabei deutlich: Es ist statistisch wahrscheinlich, bei einer Autofahrt auf dem Weg zum Bauernhof zu Schaden zu kommen, als durch den Verzehr naturbelassener Milch.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"gezondheidsclaims\"><\/a>FRAGEN ZU GESUNDHEITS-CLAIMS<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Warum wirkt Rohmilch vorbeugend gegen Asthma, Allergien und sogar Mittelohrentz\u00fcndung?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Ursache vieler moderner Zivilisationskrankheiten liegt in fehlgeleiteten Reaktionen des Immunsystems. Die westliche Lebensweise bringt mit sich, dass Asthma und Allergien sich immer weiter verbreiten. Forscher sind jedoch \u00fcberzeugt, dass Rohmilch hier vorbeugend wirkt. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind komplex und noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht. Eine m\u00f6gliche Erkl\u00e4rung liegt darin, dass der K\u00f6rper regelm\u00e4\u00dfig mit Bakterien zu tun hat, die in erhitzter bzw. pasteurisierter Milch nicht mehr vorkommen.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Warum ist man so sicher, dass Rohmilch vorbeugend wirkt?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Weltweit wurde in mittlerweile mindestens zehn L\u00e4ndern wissenschaftlich festgestellt, dass Menschen, die als Kind Rohmilch trinken, sp\u00e4ter weniger von Asthma, Heuschnupfen und Allergien betroffen sind. Obwohl in fast allen L\u00e4ndern Kinder von Bauernh\u00f6fen mit anderen Alters- und Dorfkameraden verglichen wurden, erkannte man die vorbeugende Wirkung von Rohmilch in beiden Gruppen. Ein wichtiger Hinweis fand sich 2011, als man innerhalb der Gruppe der Bauernhof-Kinder diejenigen, die Rohmilch tranken, mit denen verglich, die erhitzte Hofmilch bekamen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Kinder, die nur Rohmilch tranken, hatten signifikant weniger Probleme mit den drei oben genannten Krankheiten. Dagegen gab es keinen Unterschied zwischen Bauernhof-Kindern, die erhitzte Milch tranken, und solchen, die gekaufte (also zus\u00e4tzlich homogenisierte) Milch bekamen. Die Forscher nehmen deshalb an, dass vor allem die Erhitzung zu den genannten Problemen f\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Wei\u00df man, ob die vorbeugende Wirkung vom Lebensraum &#8218;Bauernhof&#8216; oder von der Rohmilch ausgeht?<\/span><\/p>\n<p>Es gibt viele gesundheitsbezogene Studien, aus denen sich wertvolle Erkenntnisse ableiten lassen. Da diese Ergebnisse Wechselbeziehungen zwischen mehreren untersuchten Merkmalen, Ereignissen und Zust\u00e4nden kennzeichnen, werden sie wissenschaftlich als Korrelationen bezeichnet. Korrelationen bezeichnen keine kausalen Verbindungen. Man kann man also in Bezug auf die umfassenden epidemiologischen Studien und Untersuchungen zum Bauernhof-Effekt nicht schablonenhaft sagen: Immer wenn wir exakt dies tun, geschieht zu 100% genau das.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Es zeigt sich, dass sowohl der Bauernhof als Lebensraum und Umgebung wie auch die Lebensweise einer schwangeren Frau Wirkungen hinterlassen. Dennoch erkennt man immer auch einen eigenen, unabh\u00e4ngigen Effekt, der vom Rohmilchverzehr ausgeht. Kritiker weisen darauf hin, dass es sich hierbei um rein statistische Korrelationen handelt, die noch keinen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang erkl\u00e4ren. Allerdings scheinen sich die verschiedenen Faktoren durchaus zu erg\u00e4nzen. Wenn die Mutter im Stall mitarbeitet, man auf nat\u00fcrlichem Weg zu Hause geboren und gestillt wird und anschlie\u00dfend Rohmilch trinkt, ist man am besten gesch\u00fctzt \u2013 vor allem wenn man aus einer gro\u00dfen Familie stammt und nicht zuf\u00e4llig das erstgeborene Kind ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Woher kommt der Spruch &#8222;Dreck reinigt den Magen&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Nicht alles, was mit Gesundheit zu tun hat, war fr\u00fcher schlechter; die heutzutage umfassendere Hygiene hat auch ihre Schattenseiten. Denn gute Hygiene hei\u00dft nicht, dass wir in einem &#8217;sterilen&#8216; Umfeld leben m\u00fcssen. Anders gesagt: Wir brauchen als Kleinkind ausreichend Konfrontation mit Schmutz und Bakterien, um gegen\u00fcber unserer Umwelt bestehen zu k\u00f6nnen. Wenn das Immunsystem dadurch in jungen Jahren gut aufgestellt wird, reagiert der K\u00f6rper auch sp\u00e4ter ohne \u00dcberreizung auf fremde, harmlose Stoffe von au\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Warum brauchen wir Bakterien, um gesund zu bleiben?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Im menschlichen K\u00f6rper gibt es mehr Bakterien als K\u00f6rperzellen. Auch um uns herum sind \u00fcberall Bakterien und Mikroorganismen unterwegs. S\u00e4mtliche inneren und \u00e4u\u00dferen Oberfl\u00e4chengewebe unseres K\u00f6rpers sind mit Bakterien bedeckt. Sie bilden auf unserer Haut und den Schleimh\u00e4uten ein eigenes \u00d6kosystem. Wir leben von der Verdauungsarbeit, die Bakterien im gesunden Darm leisten. Wir brauchen Bakterien um gesund zu bleiben, unsere Nahrung zu verdauen und Vitamine zu bilden. Das hei\u00dft, ein Teil unserer Ern\u00e4hrung dient als pr\u00e4- und probiotische Nahrung. Dies gilt vor allem f\u00fcr Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Milchs\u00e4urebakterien, z.B. Rohmilch, Rohmilch-Kefir und Joghurt, oder solche, mit deren Bestandteilen sich die Bakterien in unserem Darm entwickeln k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"rauwe-melk-als-geneesmiddel\"><\/a>Hat Rohmilch auch heilende Wirkung?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Vermutlich ja, allerdings gibt es hierzu (noch) wenig Forschung. Was wir wisssen, ist, dass der Verzehr von Rohmilch in jungem Alter pr\u00e4ventiv gegen sp\u00e4teres Asthma und Allergien wirken kann. Au\u00dferdem gibt es auch Hinweise auf eine kurative Wirkung, d.h. als Heilmittel gegen bestehendes Asthma und Allergien. Ob dies f\u00fcr jede Art von Rohmilch gilt, ist jedoch unklar.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Ist A2-Milch wirklich besser als A1-Milch?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Diskussion um A1- und A2-Milch bezieht sich auf eine Mutation innerhalb eines Milchpeptids, des so genannten Beta-Casomorphins (BCM-7). Die entsprechende DNA-Struktur unterscheidet sich nur an einer einzigen Stelle. Einige Rinderrassen (Guernsey, Jersey) geben die vorteilhaftere A2-Milch, wohingegen die meisten anderen Rassen A1-Milch produzieren. Die negative Wirkung von A1-Milch entsteht haupts\u00e4chlich durch Erhitzung; bei Rohmilch sind die Unterschiede gering und der Gehalt an BCM-7 niedrig. Die Forschung um A1 und A2 ist nicht ganz eindeutig, zumal in Studien meist unerw\u00e4hnt bleibt, ob mit roher oder mit erhitzter Milch gearbeitet wurde.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Milch hat viel Fett \u2013 wird man davon nicht dick?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Lebensmittel mit vielen Kalorien k\u00f6nnen immer dick machen \u2013 wenn man mehr verzehrt als der eigene Organismus verbraucht. K\u00e4lbchen, die viel Milch bekommen, nehmen st\u00e4rker an Gewicht zu als solche, die am Tag nur sechs Liter trinken. Die Forschung zum Thema \u00dcbergewicht deutet jedoch darauf hin, dass Menschen, die sich von Vollmilch und vollfettem K\u00e4se ern\u00e4hren, schlanker bleiben als jene, die sich f\u00fcr Magerprodukte entscheiden. Man erkl\u00e4rt das so, dass dadurch zum einen ein st\u00e4rkeres S\u00e4ttigungsgef\u00fchl entsteht und zum anderen diese Menschen weniger zuckerhaltige Produkte zu sich nehmen.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\">Was ist der Unterschied zwischen Margarine und Butter?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Der Unterschied ist riesig. Moderne Margarinesorten sind mit Omega-3-Fetts\u00e4uren angereichert. Die Grundlage von Margarine ist Pflanzen\u00f6l; es enth\u00e4lt (und enthielt fr\u00fcher viele) Omega-6-Fetts\u00e4uren. Hinzu kommt die industrielle H\u00e4rtung der Fette, was wiederum die Entstehung von unerw\u00fcschten, industriellen Trans-Fetts\u00e4uren beg\u00fcnstigt. Butter enth\u00e4lt dagegen eine Vielfalt an Fetts\u00e4uren, vor allem dann, wenn sie von geweideten K\u00fchen stammt. Die tierischen Trans-Fetts\u00e4uren der Milch haben eine v\u00f6llig andere physiologische Wirkung als industrielle Trans-Fetts\u00e4uren.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"onderzoeksmethoden\"><\/a>FRAGEN ZU FORSCHUNGSMETHODEN<br \/>\n<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Mit welchen wissenschaftlichen Methoden kann man Unterschiede in der Milch nachweisen?<\/p>\n<p>Heutzutage werden in einem Messdurchgang mehrere hundert Tausend Inhaltstoffe gemessen. Milchfett enth\u00e4lt mehr als 100 verschiedene Fetts\u00e4uren, aber eine Vielzahl von Proteinen und Peptiden und noch viel mehr Stoffwechselprodukte. Durch die Konzentration und Kombination verschiedener Stoffe bildet jedes Produkt einen einzigartigen Fingerabdruck. Die Herkunft der Milch, sowie Region, Jahreszeit, Gesundheit der K\u00fche lassen sich alle durch diese Vielzahl von Substanzen charakterisieren. Dies bedeutet, dass nicht jede Milch gleich ist und stofflich stark variieren kann. In dem Verh\u00e4ltnis der Milch zu der Gesundheit sind die Unterschiede bedeutend.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Gibt es Studien, die nachweisen, dass Milch (un)gesund ist?<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Meta-Analyse ist eine bereichs\u00fcbergreifende und bedeutende Studie, die Aufschluss \u00fcber diese Frage geben soll ob Milch (un)gesund ist. Bei der Meta-Analyse werden verschiedenen Studien miteinander verglichen. Milchprodukte haben anscheinend an Beliebtheit verloren haben, weil sie angeblich zu viel tierische Fette und ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren beinhalten. Jedoch wird diese Ansicht nicht durch die Meta-Analyse untersch\u00fctzt und sogar widerlegt: Menschen die regelm\u00e4\u00dfig Milch und Milchprodukte zu sich nehmen, haben meistens ein gesunderes K\u00f6rpergewicht und einen niedrigeren BMI, sind weniger anf\u00e4llig f\u00fcr Herz-Kreislauferkrankungen, haben bessere Blutdruck- und Cholesterinwerte und sind besser gesch\u00fctzt vor jeglichen Formen von Krebs. Kinder, die regelm\u00e4\u00dfig Butter und Vollmich konsumieren sind seltener betroffen von Asthmaerkrankungen. Fraglich ist ob durch Milchkonsum ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Prostatakrebs bei M\u00e4nnern hervorgerufen wird oder Akne dadurch verst\u00e4rkt wird. Es konnte auch nicht nachgewiesen worden, ob Milch als Pr\u00e4ventionsmittel gegen Knochenbr\u00fcchen bei \u00e4lteren Menschen funktioniert.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Wie kann man den Geschmack von Milch beschreiben?<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Pasteurisierte Milch hat einen eher s\u00fc\u00dflichen und flacheren Geschmack. Umso h\u00f6her Milch bei der Pasteurisation erhitzt wird umso verst\u00e4rtkt sich der s\u00fc\u00dfliche Geschmack der Milch. Rohmilch hingegen hat einen viel volleren Geschmack, der manche Menschen an \u201eKuh\u201c oder \u201eStall\u201c erinnert Der Geschmack der Rohmilch ist wiederrum abh\u00e4ngig von der F\u00fctterung der Tiere. Als Mensch gew\u00f6hnen wir uns schnell an den Geschmack von Milch, wenn sich der Geschmack von Milch ver\u00e4ndert, m\u00fcssen wir uns erst daran gew\u00f6hnen. Eine Milchfabrik, die ihre Pasteurisationstechnik ver\u00e4ndert hatte, hat dies deutlich an den Verkaufszahlen der Milch gemerkt, weil sich dadurch auch der Geschmack der Milch ver\u00e4nderte. Es dauerte eine Weile bis sie wieder bei ihren alten Verkaufszahlen angelangt waren. Die Konsumenten mussten sich erst an den \u201eneuen\u201c Geschmack der Milch gew\u00f6hnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\"><\/span>Was sind holistische Forschungsmethoden?<\/p>\n<p>Es wird gesagt, dass mit holistischen Forschungsmethoden ein besseres allumfassendes Bild eines Produktes entsteht als mit den herk\u00f6mmlichen auf einzelne Aspekte gerichteten Methoden. Eine aus der anthroposophischen Forschung bekannte Methode ist die so genannte Bildschaffende Methode. Bei dieser Methode ist die Idee, dass das ganze mehr ist als eine Zusammensetzung der einzelnen Teilchen und diese Ganzheit auch bildlich dargestellt kann werden. Bekannte Verfahren sind Kupfer-Chlorid Kristallationsbilder und Steigbilder, darunter kann man sich so etwas wie ein Fingerabdruck oder Eisblumen vorstellen. Die dabei entstehenden Formationen sind einzigartig und individuell. Jedoch sind diese Ergebnisse nicht verst\u00e4ndlich oder beurteilbar, weil es nicht ganz deutlich ist welche Qualit\u00e4ten verbildlich werden. <span style=\"color: #182e6a;\">Eine andere moderne Labormethode ist die Omics-Methode, die auch als holistische Methode gesehen werden kann. Dann aber als eine holistisch-quantitativ anstatt holistisch-qualitativ. Dabei liegt die Komplexit\u00e4t in der Abbildung der verschiedenen Stoffe in einem besonderen Muster, welches interpretiert werden muss.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was sind analytische Forschungsmethoden?<\/p>\n<p>Die Ausgangssituation ist es Komplexit\u00e4ten herunter zu brechen auf ihre physikalischen Teilchen. Dabei ging es urspr\u00fcnglich vor allem darum einzelne Substanzen nachzuweisen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"rauwmelkse-producten\"><\/a>FRAGEN \u00dcBER PRODUKTE AUS ROHMILCH<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Welche Produkten lassen sich aus Milch herstellen?<\/p>\n<p>Die klassischen Milchprodukte sind Butter, K\u00e4se, Sahne, Sauerrahm, Joghurt, Sauermilch und die bei der Herstellung entstehenden Nebenprodukte, so wie Buttermilch von der Butterherstellung und Molke von der K\u00e4seherstellung. Butter wird traditionell aus Sahne hergestellt und dann abh\u00e4ngig davon ob der Rahm anges\u00e4uert wurde oder nicht als Sauer- oder S\u00fc\u00dfrahmbutter angeboten. Sahne gewinnen kann man indem man entweder die Fettschicht von der Milch absch\u00f6pft oder die Milch zentrifugiert. Durch das Ans\u00e4uern von Milch entstehen fermentierte Produkte wie zum Beispiel Dickmilch, Joghurt und Schwedenmilch. Das Endresultat der Fermentation ist abh\u00e4ngig von der verwendeten Starterkultur und Milchtemperatur w\u00e4hrend der Zubereitung. Der pH-Wert der Milch nach der Fermentation liegt meistens um pH 4. Im pH-Wert Bereich um pH 4 vermehren sich viele unerw\u00fcnschte Bakterien nicht mehr oder sterben sogar ab.<\/p>\n<p>Wenn zus\u00e4tzlich bei der Fermentation noch Labferment eingesetzt wird, entstehen andere Milchprodukte sowie Quark, Frischk\u00e4se, Butterk\u00e4se und Bergk\u00e4se. Das Lab ver\u00e4ndert die Proteinstruktur der Milch, wodurch Molke abgeschieden wird. Der Feuchtigkeitsgrad des Endproduktes ist abh\u00e4ngig von der verwendeten Menge Lab, der Aufw\u00e4rmzeit und \u2013Temperatur w\u00e4hrend der Herstellung. Je h\u00e4rter und dementsprechend trockener das Produkt, desto l\u00e4nger dauert die Geschmacksbildung w\u00e4hrend des Reifeprozesses.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was bedeutet Fermentation von Milch?<\/p>\n<p>Fermentation ist in erster Linie die Umwandlung von Laktose nach Milchs\u00e4ure. Bei der Protein-Fermentation entstehen Peptiden, Ammoniak und Abbauprodukte, die wichtig f\u00fcr die Aromabildung eines Produktes sind.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was ist Lab? Was sind die Alternativen?<\/p>\n<p>Lab enth\u00e4lt Enzyme, die Milcheiwei\u00df gerinnen l\u00e4sst. Es entsteht eine Netzstruktur in der die Fettmolek\u00fcle eingeschlossen sind. Lab wird aus den M\u00e4gen junger K\u00e4lber destilliert, dazu m\u00fcssen die M\u00e4gen getrocknet, zerkleinert und dann wieder eingeweicht werden. Dann k\u00f6nnen die Enzyme sich im Wasser aufl\u00f6sen. Genauso wie bei der Milchs\u00e4uerung wird auch beim K\u00e4seprozess die Milch eingedickt, innerhalb einer halben Stunde entsteht eine puddingartige Substanz. Es gibt auch pflanzliche und bakterielle Labalternativen.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Fr\u00fcher konnte frische Rohmilch bei Zimmertemperatur dick stehen? Was passierte dabei und warum war das so?<\/p>\n<p>Solange sich die Milch im Euter befindet, ist sie quasi steril. Durch Krankheiten (von Mensch oder Tier) oder durch Schmutz an Euter oder Milchmaschine k\u00f6nnen Bakterien in die Milch gelangen. Ein spontane Vers\u00e4uerung von Milch tritt auf wenn sich gen\u00fcgend milchs\u00e4urebildende Bakterien in der Milch befinden. Diese Bakterien wandeln Milchzucker( Laktose) in Milchs\u00e4ure um, dadurch sinkt der pH-Wert (S\u00e4uregehalt) der Milch und die Eiwei\u00dfbestandteile der Milch stocken. Es entsteht eine Art Dickmilch.<\/p>\n<p>Auch wenn man Milch gek\u00fchlt lagert k\u00f6nnen sich noch die k\u00e4lteliebenden Bakterien vermehren, die jedoch als Nebenprodukt Bitterstoffe bilden, wodurch die Milch einen unangenehmen Geruch und Geschmack bekommen kann. Wenn die Hygiene der komplette Produktionskette stark erh\u00f6ht wird, kann es passieren, dass es nicht mehr genug Bakterien gibt, die Milchs\u00e4ure bilden k\u00f6nnen. Dadurch wird nicht mehr Laktose abgebaut sondern Milcheiwei\u00df, sodass die Schwefelverbindungen besch\u00e4digt werden. Das Ergebnis davon ist, dass die Milch nach einigen Tagen nach faulenden Eiern zu riechen beginnt.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was ist die Keimzahl von Milch?<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Ein N\u00e4hrboden wird mit allen in Milch vorkommenden Bakterienst\u00e4mmen geimpft. Einige Bakterienst\u00e4mme werden als stecknadelgro\u00dfe Punkte sichtbar. Je mehr Bakterien in der Milch sind umso mehr Punkte werden sichtbar. Die Anzahl der Punkte wird umgerechnet auf Bakterien per ml Milch: das ist die Keimzahl. Um Untersuchungen nach spezifischen Bakterien, sowie Enterococcen oder w\u00e4rmebest\u00e4ndigen Bakterien durchzuf\u00fchren, kann die Zusammensetzung des N\u00e4hrbodens angepasst werden, sodass nur diese Bakterienst\u00e4mme wachsen. So k\u00f6nnen Fragen \u00fcber Betriebshygiene oder Euterentz\u00fcndungen beantwortet werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was sind Probiotika? Pr\u00e4biotika? Synbiotika?<\/p>\n<p>Probiotika sind Bakterienkulturen (oft Milchs\u00e4urebakterien), die in den Magen-Darm-Trakt gelangen und eine positive Auswirkung auf die Zusammensetzung der Darmflora haben. Pr\u00e4biotika sind Inhaltsstoffe in der Nahrung, die im Darm das Wachstum der eigenen Darmbakterien f\u00f6rdern, was f\u00f6rderlich f\u00fcr die Gesundheit ist. In Muttermilch sind zum Beispiel Oligosacchariden, zuckerartige Ballaststoffe, die daf\u00fcr sorgen, dass Babys eine gesunde Darmflora bilden k\u00f6nnen. Synbiotika sind ein Mischung aus Pro- und Pr\u00e4biotika.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<h1 class=\"faq-page-title\"><span style=\"color: #182e6a;\"><a class=\"faq-anchor\" name=\"fokkerij-rassen\"><\/a>FRAGEN \u00dcBER Z\u00dcCHTUNG UND KUHRASSEN<\/span><\/h1>\n<p><div class=\"two-columns-one\"><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was ist der Unterschied zwischen einem Hochleistungskuh und einer Bio-Kuh?<\/p>\n<p>In der Regel werden K\u00fche aus \u00f6kologisch Viehhaltung h\u00e4ufig nur mit Raufutter (Gras, Heu, Silage) gef\u00fcttert. Darum werden auch oft andere Kuhrassen gehalten, denn nicht nur die Milchleistung, sondern auch die Robustheit einer Kuh ist entscheidend. Daher werden oft alte Rassen oder so genannte Doppelnutzungsrinder ausgesucht. In der \u00f6kologischen Landwirtschaft ist mehr Interesse an einer guten Lebensleistung (Gesamtleistung) anstatt einer hohen Erstlaktation (Leistung im ersten Jahr).<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Warum bringt die Kuh jedes Jahr ein Kalb zur Welt?<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Die Vorfahren unserer heutigen domestizierten Milchk\u00fche haben ihre K\u00e4lber wahrscheinlich mehrere Monate lang Milch trinken lassen. Wie jedes weibliche S\u00e4ugetier braucht auch die Milchkuh eine Geburt und die damit einhergehenden hormonellen Ver\u00e4nderungen um Milch produzieren zu k\u00f6nnen. Im Laufe der Zeit wird der Milchfluss langsam weniger bis sich der Milchfluss komplett eingestellt hat die Kuh steht trocken. Heutzutage kalben in der Milchviehhaltung die Tiere nach einer Periode von rund 365 wieder ab, sodass ein st\u00e4ndiger Impuls zur Milchgabe entsteht. <\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Warum haben K\u00fche H\u00f6rner?<\/p>\n<p>Die Bildung der H\u00f6rner und die Form und Gr\u00f6\u00dfe der H\u00f6rner sind Merkmale die gr\u00f6\u00dftenteils genetisch bestimmt werden. Die unterschiedlichen H\u00f6rner sind wahrscheinlich eine klimatische Anpassung an die Umgebung. Das Horn als genetisches Merkmal ist rezessiv (hh) f\u00fcr ein Allel (Gen-Position). Das hat zur Folge, dass Kuhh\u00f6rner innerhalb einer Generation herausgez\u00fcchtet werden k\u00f6nnen, indem man einen der Bullen einkreuzt der genetisch homozygot \u201eHornlosigkeit\u201c (HH) vererbt. Alle Nachkommen sind dann h\u00f6rnerlos, sind heterozygot (Hh).<\/p>\n<p>Warum die meisten K\u00fche dennoch mit H\u00f6rnern gez\u00fcchtet werden bleibt Spekulation. In hei\u00df und trockenen Gebieten findet man Rinderrassen mit gro\u00dfen aufrechten H\u00f6rnern (Watussi Rind, Ungarisches Steppenrind). Eine Hypothese als Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass die H\u00f6rner zur K\u00fchlung des empfindlichen Gehirns beitragen. Genetisch h\u00f6rnerlose Rassen findet man zum Beispiel beim Fj\u00e4ll-Rind, welches im Norden Europas unter sehr kalten Bedingungen seine Heimat hat. In Mitteleuropa sind Braunvieh und Fleckvieh einheimische Rinderasse und haben mittelgro\u00dfe H\u00f6rner. Der innere Teil des Horns enth\u00e4lt ein luftiges Knochengewebe, dieser Kern ist umh\u00fcllt von Blutgef\u00e4\u00dfen und Schleimh\u00e4uten. Das Blut in den Blutgef\u00e4\u00dfen wird im Horn heruntergek\u00fchlt und steht in Verbindung mit dem Gef\u00e4\u00dfsystem, welches f\u00fcr die K\u00fchlung des Gehirns zust\u00e4ndig ist. Hornzapfen, Blutgef\u00e4\u00dfe und Schleimhaut sind abgeschlossen und besch\u00fctzt durch eine Keratine Schicht, die wir als wirkliches Horn sehen.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Wie viele frisst eine Kuh und wie viel Milch kann sie produzieren?<\/p>\n<p>Pro Tag frisst eine Kuh zwischen 15 und 25 kg Trockenmasse. Heu enth\u00e4lt 15 % Feuchtigkeit, Maissilage 65% und frisches Gras 80 %. Wie viel ein Tier fressen kann ist abh\u00e4ngig von K\u00f6rpergewicht und \u2013Gr\u00f6\u00dfe des Tieres sowie genetischer Veranlagung. Die meisten K\u00fche wiegen zwischen 500 und 900 kg. Es gibt K\u00fche die im ersten Monat nach dem Abkalben 90 bis 100 kg Milch geben. Wenn die F\u00fctterung einer Biokuh nur aus Gras, Heu und Silage besteht produziert sie w\u00e4hrend einer Laktationsperiode (300 Tage) rund 6.000 kg Milch. Voraussetzung f\u00fcr eine h\u00f6here Milchleistung sind gr\u00f6\u00dfere Tiere, 3-5 mal pro Tag melken und eine ausgewogenen Futterration, die einen hohen Energieanteil hat. Das ist nur m\u00f6glich mit Maissilage, Kraftfutter(Getreide und H\u00fclsenfr\u00fcchte) und Soja. Im Jahr 1860 wurden niederl\u00e4ndische Milchk\u00fche in die USA verkauft. Die niederl\u00e4ndische Milchleistung war zu dieser Zeit 6000 kg\/Jahr ein Jahr sp\u00e4ter war diese Leistung in den USA auf 14.000kg\/Jahr angestiegen. Diese Leistungssteigerung war durch \u00c4nderungen der F\u00fctterung und Versorgung m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winter Milch?<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Es gibt ca. 80 verschiedene Fetts\u00e4uren im Milchfett. Die Zusammenstellung der Fetts\u00e4uren ist wie ein Art \u201eFingerabdruck\u201c der Milch und darum geeignet um die Unterschiede, die durch unterschiedliche F\u00fctterung entstehen, deutlich zu machen. Die Zusammensetzung von Weidemilch ist v\u00f6llig anders als von Milch, die durch Tiere, die intensiev mit Mais und Getreide gef\u00fcttert werden, produziert wird. K\u00fche, die in der Weide grasen bilden auch nennenswert viel Vitamin D, weil sie in der Sonne stehen. Au\u00dferdem ist das Milchfett der weidenden K\u00fche goldgelb und die daraus gemachte Butter une K\u00e4se weicher. Der Grund daf\u00fcr sind einen h\u00f6herer Beta-Carotin Anteil, der mit der Farbgebung zusammenh\u00e4ngt, und ein h\u00f6herer Anteil unges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren, die verantwortlich sind f\u00fcr die Konsistenz eines Milchprodukts.<\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Milchk\u00fche gibt es in allen Formen, Gr\u00f6\u00dfen und Farben. Was sind eigentlich Rassen?<\/p>\n<p>Anhand regionaler Rassen wird deutlich wie vielseitig eine Art sein kann. Alle Kuhrassen entspringen den Auerochsen. Die letzte wilde Kuh starb 1627 in Polen. Durch das Ausw\u00e4hlen bestimmter Tiere durch den Bauern sind kleine lokale Viehschl\u00e4ge entstanden. F\u00fcr jede Region wurde eine angepasste Rasse gez\u00fcchtet. Meistens wurde Familienzucht betrieben, da es fr\u00fcher nicht m\u00f6glich war mit den Tieren und dann vor allen Bullen im deckf\u00e4higen Alter herumzuziehen. Das f\u00fchrte dazu, dass f\u00fcr die Zucht nur Bullen aus der eigenen oder der Nachbarherde verwendet wurden. Dadurch sahen die K\u00fche von Region zu Region anders aus, aber waren angepasst an ihre Umgebung (Boden, D\u00fcrre, Winter, Temperatur, Hang usw.). In der heutigen Zeit wird Bullensperma auf der ganzen Welt gehandelt. Von einer Ejakulation eines Bullen k\u00f6nnen 10000 Portionen tiefgefrorenes Sperma hergestellt werden. Die niederl\u00e4ndischen Z\u00fcchter waren stolz als der HF-Bulle Sunny Boy mehr als 1.000.000 Nachk\u00f6mmlinge in der ganzen Welt hatte. Der Nachteil davon war, dass in der weltweit wichtigsten Milchviehrasse ein hoher Inzuchtgrad entstand.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\">Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts tauchen auf Gem\u00e4lden schwarzbunte oder wei\u00dfe K\u00fche auf. Es gilt als Merkmal von strenger und enger Selektion, wenn K\u00fche schwarzbunt oder wei\u00df werden. Urspr\u00fcnglich gab es viele verschiedene Farben und viele einfarbige Rinder. Im Norden der Niederlanden entstanden die schwarzbunten K\u00fche, die die Grundlage bilden f\u00fcr fast alle schwarzbunten K\u00fche der Welt. Zwischen 1860 und 1880 wurden K\u00fche mit der h\u00f6chsten Milchleistung aus den Niederlanden in die USA verkauft. Dort wurden sie weiter gez\u00fcchtet zur heutigen weltweit wichtigsten Hochleistungsrasse Holstein Frisian. Oft wird auf Grund der hohen Milchleistung diese Rasse auch in andere Rassen eingekreuzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><div class=\"white-box\"><\/span>Wie alt kann eine Milchkuh werden?<\/p>\n<p>Es gibt K\u00fche, die mehr als 25 Jahr alt werden, aber das sind absolute Ausnahmef\u00e4lle. Die durchschnittliche Milchkuh geb\u00e4rt nur zwei K\u00e4lber im Leben und wird dementsprechend nicht \u00e4lter als 4-5 Jahre. Oft gilt leider: Fr\u00fch reif &gt;&gt; fr\u00fch rot<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Wie lange dauert es bis ein Kalb erwachsen ist und selbst Milch produziert?<\/p>\n<p>Auf den meisten Milchviehbetrieben wird versucht die Kuh das erste Mal in einem Alter von 24 Monaten ( 2 Jahre) abkalben zu lassen. Das bedeutet, dass das Jungtier im Alter von 15 Monaten gedeckt wird. Bei der extensiven Haltung in der biologischen Milchviehhaltung kalbt die Kuh meisten etwas sp\u00e4ter, nach ca. 30 Monaten, ab.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Was ist Kolostrum?<\/p>\n<p>Kolostrum ist Biestmilch, die erste Milch , die eine Kuh w\u00e4hrend der ersten vier Tage nach dem Abkalben produziert. Die Zusammensetzung des Kolostrums ist eine andere als die von \u201enormaler\u201c Milch. Sie enth\u00e4lt einen hohen Anteil Immunglobuline, die einen wichtigen Teil der passiven Immunit\u00e4t des K\u00e4lbchens bilden. Das K\u00e4lbchen sollte in den ersten Stunden nach der Geburt mindestens 2 Liter Kolostrum trinken und innerhalb von 24 Stunden noch weitere 2 Liter. Der D\u00fcnndarm des Kalbes ist nur in der ersten Zeit noch so weit offen, dass die Makromolek\u00fcle Immunglobulin aufgenommen werden k\u00f6nnen und dadurch das passive Immunsystem versorgt wird.<\/p>\n<p class=\"faq\"><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"white-box\"><\/span>Warum werden K\u00e4lber direkt nach der Geburt von der Mutter getrennt und gibt es keine Alternativen?<\/p>\n<p>In der Praxis ist es g\u00e4ngig, dass Mutter und Kalb sofort nach der Geburt voneinander getrennt werden, manchmal wird das Kalb nur durch die Mutter trocken geleckt. Das Kolostrum bekommt das Kalb dann vom Bauern mit einer Flasche oder wird mit einer Sonde direkt in den Magen gepumpt. Wenn Mutter und Kalb l\u00e4nger zusammen bleiben und einander gew\u00f6hnen entsteht bei einer sp\u00e4teren Trennung \u201eTrennungsstress\u201c. Au\u00dferdem wollen viele Landwirte die Kuh gerne melken, sodass er selbst bestimmen kann wie viel Milch das Kalb bekommt. In den letzten 20 Jahren sind alternative Aufzuchtmethoden entstanden, bei denen die K\u00e4lber bei der eigenen Mutter oder Ammenk\u00fchen bleiben. Dabei bleiben Mutter und Kalb l\u00e4nger beieinander, bis zu 3-4 Monaten. Bei diesem Aufzuchtssystem trinkt das Kalb sehr viel mehr Milch, was auch in der Wachstumskurve der K\u00e4lber zur\u00fcck zu sehen ist. In der Regel hat der Landwirt mit diesem System weniger Arbeit und gesunderer K\u00e4lber, muss aber die Leistungsverminderung akzeptieren. Diese Art Aufzuchtssystem wird als nat\u00fcrlicher gesehen, weil sowohl der notwendige Saugbedarf gestillt wird als auch eine nat\u00fcrliche Interaktion zwischen Mutter und Kind kann entstehen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><\/div><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #182e6a;\"><div class=\"divider\"><\/div><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FRAGEN \u00dcBER BESCHAFFENHEIT VON MILCH FRAGEN ZU MILCH UND ANTIBIOTIKA FRAGEN ZU DEN RISIKEN VON ROHMILCH FRAGEN ZU GESUNDHEITS-CLAIMS FRAGEN ZU FORSCHUNGSMETHODEN FRAGEN \u00dcBER PRODUKTE AUS ROHMILCH FRAGEN \u00dcBER Z\u00dcCHTUNG UND KUHRASSEN &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2043","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2043"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4702,"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2043\/revisions\/4702"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.milkandhealth.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}